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De gustibus non est disputandum

Texte von Textferry.de

Videothek in Schöneberg. Ein weiteres schönes Beispiel für Werbeumfeldsensibilität. Oder den Mangel daran.


Julia Ritter in • BerlinKonsumWerbung am 05. Februar 2012
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WWF und die Werbewelt

Vor kurzem veröffentlichte irgendjemand - wahrscheinlich DDB Brasilien - diese Anzeige für den WWF (World Wildlife Fund), die aus zwei Katastrophen eine Art gemixte Metapher schuf:

Texte von Textferry.de

Text: “The tsunami killed 100 times more people than 9/11. The planet is brutally powerful. Respect it. Preserve it. http://www.wwf.org”
Quelle: Mediabistro Agency Spy

Den WWF freute das wenig. Man distanzierte sich auf das Heftigste von dieser infamen Geschmacklosigkeit und wird DDB Brasilien in unmittelbarer Zukunft vermutlich nicht irgendwelche Etats anvertrauen. Das ist schlimm, denn die Agenturen sind auf unsere Spenden angewiesen. Der wie immer blitzaufmerksame Mr. Jetpacks hat dies erkannt und darum seine eigene unbeauftragte Anzeige für den WWF geschaffen:

Texte von Textferry.de
Text: “Every day, an estimated 100,000 creatives fake ads in the hope of winning awards. Some of them actually win. Save the endangered ad business. Boycott the award shows.”
Schöner und größer gibt es das bei Where’s My Jetpack zu sehen.

Warum ist die zweite Anzeige so vieltausendmal besser als die erste? Weil sie nicht geschmacklos ist? Falsch! Weil sie lustig ist! Wie überhaupt fast alles bei Where’s My Jetpack. Das erwähnte ich bereits an anderer Stelle und werde es auch sicher noch wiederholen. Aber nicht jetzt.


Julia Ritter in • Kultur am 02. September 2009
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Linktip: Web Worker Daily

Eines der sympathischsten und nützlichsten Blogs für Freelancer ist Web Worker Daily. Der geneigte Leser findet hier nicht nur zahlreiche Tipps zu Produktivität (die ja bei vielen eher unter ihrer exzessiven Bloglektüre leidet), sondern vor allem auch handfeste. praktische Ratschläge zu Themen wie Personal Branding (klingt schmerzhaft, ist aber gar nicht schlimm und passiert im Zweifelsfall ganz von allein), Urlaub, Netzwerken, Social Media und vielen anderen, die mir gerade nicht einfallen. Die Beiträge sind nicht zu kurz und nicht zu lang, gut geschrieben und zu 90% interessant.

Steg mit blauem Meer
Dieses Bild hat nicht viel mit dem Thema zu tun. Sieht aber schön aus.


Weitere gute Blogs für Freelancer und “creative people” (aren’t we all?):

FreelanceSwitch
LifeDev
Write to Done
Freelance Folder

Die sind alle auf Englisch. Ich nehme gerne Linktipps (dann mit zwei p) für deutsche Blogs entgegen.


Julia Ritter in • Kultur am 22. August 2009
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Klopapier: eklig und veraltet

Auch im Badezimmer lauern immer noch veraltete Technologien, die sich hartnäckig halten, obwohl es doch schon lange Besseres gibt. Jedenfalls in den USA. In Europa wird man vermutlich vergebens nach dem Comfort Wipe suchen. Dafür sind die Klos zumindest in Nordwesteuropa zu fast 100% plumpsspritzwasserfrei - was man von US toilets nicht behaupten kann.

Aber: Funktioniert nicht auch der Comfort Wipe nur mit dem als “archaic and disgusting” beschimpften Klopapier? Entscheidet Euch, Comfort Wipers!

Fundort: American Copywriter


Julia Ritter in • Kultur am 13. Juni 2009
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Hungrig? Gleich nicht mehr.

Texte von Textferry.de
Oreo Donut

Dies ist eins der mit Abstand appetitlichsten Fotos aus dem tollen Blog This is why you’re fat. Der Titel mag politisch und medizinisch nicht korrekt sein, aber die Bilder sind ebenso wunderschön wie die im unverzichtbaren Wissensportal Hats of Meat, in dem die geneigte Leserschaft alles über die Herstellung und Geschichte von Fleischkopfbedeckungen erfährt.

Texte von Textferry.de
Steak-Fedora - Mode ist vergänglich

Ach, Food-Blogging kann doch herrlich sein.


Julia Ritter in • Kultur am 29. Mai 2009
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OfficePods: die neuen Bohnenschoten

Eine der für meine jungen, noch unverdorbenen Sehgewohnheiten gruseligsten Filmschlussszenen war die des 1978er Remake von Invasion of the Body Snatchers (etwas krude übersetzt als “Die Körperfresser kommen”) mit dem sexiest man alive* Donald Sutherland. Das sah so aus:

und ich gebe zu, dass Mr. Sutherland hier weder optisch noch akustisch besonders sexy wirkt. Aber er ist ja auch nicht er selbst, sondern (Achtung, Spoiler!) Außerirdische haben seinen Körper übernommen.

Darum geht es nämlich in dem Film: Fiese Außerirdische eignen sich die Körper redlicher Erdbewohner an und machen aus ihnen abgestumpfte Arbeitsdrohnen. Warum, weiß ich nicht mehr; die Wege der Herren Alien sind unergründlich. Jedenfalls wachsen diese Außerirdischen in großen, ekligen Bohnenschoten heran, was ihnen auch den Namen “Pod People” eingetragen hat.

Texte von Textferry.de
Links im Bild: Bohnenschote anno 1956 (Bild aus dem Originalfilm)

Heute, 21 Jahre und eine große Wirtschaftskrise später, hat man den Bohnenschoten-Prototyp weit hinter sich gelassen. Die schleimigen, blättrigen Gewächse wurden durch eine Art Arbeitszelle ersetzt, die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zur Verfügung stellen sollen, damit diese schön zuhause in ihrem Garten (falls vorhanden) oder unter irgendeiner Brücke arbeiten können und nicht wertvolle Unternehmensressourcen wie Strom, Frischluft (haha, ich meine natürlich klimatisierte Büroluft) und Klopapier verschwenden. Und das Tag und Nacht:

Texte von Textferry.de

Texte von Textferry.de

Der Hersteller dieser wunderschönen Isohaftzellen preist sie an als “work environment that is separate from the disruptions of home life”. Das “home” hätten sie auch weglassen können, denn eigentlich heißt das wohl: Die Arbeitsdrohne soll schön in der Zelle sitzen und bloß nicht zwischendurch Spaß mit anderen Dingen haben.

Lassen wir uns durch das schicke Aussehen nicht täuschen: Bohnenschote bleibt Bohnenschote.

* Donald Sutherland ist definitiv einer der bestaussehenden und großartigsten Schauspieler überhaupt. Auch in alt. Bei seinen Filmen kann man außerdem immer davon ausgehen, dass sie entweder total beknackt oder wirklich gut sind.


Julia Ritter in • ArbeitKultur am 27. Mai 2009
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Simple Wikipedia: Accessible English

Neu ist das wohl eigentlich nicht, aber mir schon: 59.000 Wikipedia-Artikel gibt es in Simple Wikipedia in einfachem Englisch - für Kinder, Englischlernende und andere Leute, die lieber einfachere Sprache lesen. Auf Again, But Slower kann man checken, ob es einen bestimmten Wikipedia-Artikel auch in “simple” gibt und die beiden Versionen direkt vergleichen:

Texte von Textferry.de

Fundort:
Lifehacker


Julia Ritter in • KulturMedien am 26. Mai 2009
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Versuchen Sie das mal mit Suhrkamp-Taschenbüchern

Amerikanische Buchcover waren schon immer schöner als deutsche. Ich weiß, aus mir spricht die Kulturbanausin - doch halt! Nicht mehr. Denn wie man an den fulminanten Buchklappenfotoschnippelmontageinszenierungen von Thomas Allen sehen kann, sind selbst Schmonzettenklappenbilder große Kunst in Rohform.

Texte von Textferry.de

Fundort: Where’s My Jetpack?


Julia Ritter in • KulturMedien am 08. Mai 2009
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Totally Team Spike

Ich wurde gebeten, die Vorteile von Spike gegenüber Angel darzulegen. Zunächst die Hintergründe:

Wie vielleicht an anderer Stelle erwähnt, vergnüge ich mich dann und wann mit exzessivem Genuss der TV-Serie Buffy, the Vampire Slayer. Diese Serie gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr, aber es gibt ja DVDs. Und eine ebenfalls an anderer Stelle vorgestellte Comic-Serie.
Jedenfalls: Buffy, die Vampirjägerin, hat immer etwas Probleme, einen passenden Partner zu finden. Wer jetzt sagt, wieso, warum sucht sie sich nicht einen netten Vampirjäger, hat die Serie offensichtlich noch nie gesehen. Denn: Es kann nur eine Vampirjägerin geben (naja, das stimmt nicht so ganz, aber so ist das eben mit solchen ehernen Gesetzen), und diese Jägerin ist eben kein Jäger.

Angel
Lächelt eigentlich nur selten, trotz eigenem Spinoff: Angel

Also verliebt sich unsere tapfere Buffy kurzerhand in einen Vampir - was liegt näher? An dieser Stelle sollte man anmerken, dass Buffy vieltausendmal besser ist als Twilight (auch bekannt als “Bis(s) die Langeweile uns dahinrafft”) - aber das nur am Rande. Mit Angel kann sie allerdings keinen Sex haben, weil der sonst böse und garstig wird und ihre Lehrerin und andere Leute umbringt. Nach längerem Hin und Her, einem Kurzaufenthalt in einer Höllendimension für Angel, Seelenverlust und -wiederherstellung beschließen die beiden (oder nur Angel, das ist nicht so ganz klar), dass das alles nix ist, und er zieht nach L.A., um fürderhin seine eigene Serie (die weniger gut ist) zu bespielen.

Und Buffy? Buffy ist frustriert, hat zwischendurch einen leicht mutierten und trotzdem öden Dämonengeheimkommandosonderagenten als Freund und jagt weiter Vampire, den das ist ihr Job, nein: ihre Bestimmung. Dabei schlägt sie sich immer wieder mit Spike rum, einem durch und durch verschurkten und hedonistischen Vampir, dessen Pläne sie immer wieder vereitelt. Irgendwann kommt es, wie es kommen muss: Spike verliebt sich in Buffy, sie aber nicht in ihn, Sex haben sie trotzdem ausgiebigst, was etwas aufreibend, aber ansonsten okay ist, weil er keine Seele zu verlieren hat. Irgendwann macht sie mit ihm Schluss und er zieht los, um sich doch noch eine Seele zu besorgen, die dann aber irgendwie alltagstauglicher zu sein scheint als die von Angel, nämlich verkehrsbeständig.

Texte von Textferry.de
Luv, you should’ve seen me in the 80s - mascara madness!

Wie das alles ausgeht, weiß man nicht, denn so richtig vorbei ist es nicht. Eins ist jedoch klar: Spike ist sehr viel unterhaltsamer als Angel. Fassen wir kurz zusammen:

Angel ist groß, dunkelhaarig, hat gute Connections zur Unterwelt und anderen Kräften, die da walten, redet nicht besonders viel und hat eine Seele, die ihm irgendwelche Sinti/Roma verpasst haben, um ihn auf immer für seine Verbrechen gegen die Menschheit zu bestrafen (offensichtlich bedeutet “Seele” in seinem Fall sowas wie ein sehr, sehr schlechtes Gewissen). Das funktioniert, weswegen er ständig gequält und dementsprechend unlustig ist.

Spike hat den Billy Idol Look aus den Achtzigern rübergerettet, aber zum Glück etwas verfeinert. Er hat einen flotten Ledermantel, ist herzensböse, rettet aber wiederholte Male die Welt, weil er sie mag. Irgendwann schafft er sich auch eine Seele an, damit Buffy ihn liebt, was aber nicht funktioniert (oder doch?). Er leidet am Anfang auch ein bisschen unter der Seelenpein ob seiner vielen Missetaten, kommt aber drüber hinweg und hat weiter Spaß am Leben. Außerdem hat er einen englischen Akzent.

Der wichtigste Unterschied: Der eine hat keinen Humor (oder nur in seltenen Ausnahmefällen), der andere besticht durch Sarkasmus. I rest my case.

Texte von Textferry.de
Vampire kriegen keine Falten. Ihre Hemden schon.


Julia Ritter in • Kultur am 06. Mai 2009
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Sprüche und Zitate, die ich nur noch möglichst selten hören möchte

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Sorry, Antoine de S.-E., sorry, Stevie Wonder, aber totgeritten ist totgeritten.

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.
Das geht doch immer in die Hose. Haben Eure Eltern Euch denn keine Märchen erzählt?

Ein Lächeln wäre der Anfang.
Der Anfang von etwas, dessen Ende ich mir lieber nicht ausmale.

Man kann nicht nicht kommunizieren.
Das darf natürlich auf keiner Texter-, PRler- und “Kommunikationsprofi”-Seite fehlen. Aber Joaquin Phoenix kann:

Kann sein, dass CBS das Video wieder vom freien Markt zieht. Kurzzusammenfassung: Joaquin Phoenix ist äußerst freundlich, sagt aber nie viel mehr als “I don’t know” und “Thank you” und weigert sich damit, seinen Film talkshowgebührend zu promoten. Lettermans einzige witzige Bemerkung: “So tell us about your days with the Unabomber”. Okay, mittelwitzig.


Julia Ritter in • Kultur am 13. Februar 2009
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